An den europäischen Aktienmärkten neigt sich ein außergewöhnliches Börsenjahr 2020 dem Ende entgegen! Wir haben bereits in der Vorausgabe vor 14 Tagen das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Für viele institutionelle Investoren ist das Börsenjahr größtenteils beendet – damit wird es höchste Zeit für einen Ausblick auf 2021! Es gibt wohl kaum eine Bank, die in diesen Tagen nicht ein umfangreiches Research mit ihren Erwartungen für das kommende Jahr veröffentlicht. Seit über zehn Jahren veröffentlicht der dänische Online-Broker Saxo Bank zehn Horror-Prognosen für das nachfolgende Jahr, so auch vor wenigen Tagen für 2021: Die Corona-Pandemie führt demnach zu einem bedingungslosen Grundeinkommen, hochwirksame Impfungen zu einem Wirtschaftsaufschwung. Der durch den Boom dramatische Anstieg von Inflation und Zinsen führt zu einem Sterben der Zombie-Firmen. Weil die EU den Druck auf Amazon erhöht, kauft sich der US-Konzern kurzerhand Zypern als neuen Europasitz und bringt das kleine Land so dazu, seine Steuern zu senken. Die EU beschließt daraufhin die einheitliche Besteuerung von Unternehmen in ganz Europa. Außerdem erwarten die Banker die finanzielle Rettung Frankreichs durch Deutschland, eine tektonische Verschiebung der Kapitalströme durch eine neue chinesische Digitalwährung sowie die revolutionäre Entwicklung bei der Kernfusion, die der Menschheit Energie im Überfluss beschert. Nun sei gesagt, dass die dänische Investmentbank ihre zehn „Outrageous Predictions“ nicht ganz ernst meint und sich damit ganz bewusst von den Szenarien der übrigen Finanzinstitute abgrenzt, die realistisch betrachtet aber dennoch wohl deutlich wahrscheinlicher sind:

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