Bei den Antriebstechnologien der Zukunft kommt neben Lithium-Ionen-Batterien vor allem WASSERSTOFF eine große Bedeutung zu! Im Pkw-Bereich scheint die Entscheidung für die Stromer bereits gefallen. Bei Volkswagen sollen bis 2030 rund 70% aller Neufahrzeuge elektrisch unterwegs sein, spätestens 2035 will der Konzern die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor dann komplett einstellen. Gerade für den Transportsektor sehen Branchenexperten jedoch zahlreiche Argumente für die Brennstoffzellentechnologie, die dank der wesentlich höheren Energiedichte von Wasserstoff gegenüber fossilen Brennstoffen und Lithium-Ionen-Batterien höhere Reichweiten und schnellere Ladezeiten ermöglicht. Von der Politik wird die Forschung und Entwicklung im Bereich Wasserstoff massiv gefördert, allein Deutschland stellte Mitte des vergangenen Jahres insgesamt EUR 8 Mrd. für mehr als 60 ausgesuchte Projekte zur Verfügung. Großbritannien arbeitet im Rahmen eines 10-Punkte-Plans an der Entwicklung von Wasserstoff-Lösungen, Kanada will bis 2050 fast ein Drittel seines Energiebedarfs mit Wasserstoff sicherstellen. Das Marktpotenzial für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge im Transportsektor ist riesig, suchen Logistikunternehmen wie UPS, DHL oder Amazon doch händeringend nach Lösungen, mit denen die Emissionsziele erreicht werden können, ohne Kosten und Lieferzeiten negativ zu beeinflussen. Allein in der EU fahren derzeit rund 29 Mio. Kleintransporter auf den Straßen, weitere 3.9 Mio. sind in Großbritannien zugelassen. Mit einem durchschnittlichen Flottenalter von über zehn Jahren werden viele dieser Fahrzeuge in den kommenden Jahren ausgetauscht – und nicht selten wird die Wahl dann wohl auf Fahrzeuge mit einem umweltfreundlichen Antrieb fallen. Die Automobilkonzerne bringen sich hierfür bereits in Stellung. Der französische Stellantis-Konzern mit seinen Marken Opel, Peugeot und Citroën, will in den kommenden zwei Jahren eine Kleinflotte von 2.000 Fahrzeugen von Elektro auf Wasserstoff umrüsten. Bei Renault ist der Markteintritt für Brennstoffzellenfahrzeuge für dieses Jahr geplant und das koreanische Unternehmen Hyundai will sein Nutzfahrzeug-Portfolio bis zum Jahr 2028 komplett auf Brennstoffzellen-Systeme umrüsten.

Mit ihrem Utility Van will die kanadische Firma FIRST HYDROGEN den Markt für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge erobern! An einer Zukunftsvision mangelt es dem Management um CEO Balraj Mann dabei nicht – durch die Kombination der besten bereits bestehenden Technologien und bewährten Fahrgestellen anderer Hersteller will sich das Unternehmen zu einem der führenden Entwickler und Hersteller von emissionsfreien, wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen mit großer Reichweite in Großbritannien, der EU und Nordamerika entwickeln und dadurch erhebliche Kosten- und Zeitvorteile nutzen. Durch die geplanten dezentralen Montagewerke in verschiedenen Ländern will FIRST HYDROGEN zudem unterschiedliche regionale Anforderungen berücksichtigen. Die Zeitspanne bis zum Markteintritt wird durch die Strategie erheblich verkürzt, bereits ab 2025 sollen nach dem Willen des CEOs jährlich mindestens 10.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Entsprechende Partnerschaften ist die Company hierfür bereits eingegangen:

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Mit AVL Powertrain UK und Ballard Power hat FIRST HYDROGEN zwei klangvolle Namen ins Boot geholt! Während sich Brennstoffzellen-Pionier Ballard Power – an der Börse mit knapp USD 3 Mrd. bewertet – um die Entwicklung der Technologie kümmert, wurde für das Design mit AVL Powertrain eines der weltweit größten unabhängigen Unternehmen für Entwicklung, Simulation und Tests in der Automobilbranche gewonnen. In den britischen AVL-Werken sollen in den kommenden Monaten zwei Fahrzeuge zu Demo-Zwecken gebaut werden, um anschließend die Kommerzialisierung anzugehen. An der Börse wurden die bemerkenswerten Fortschritte der vergangenen Quartale mit satten Kursgewinnen honoriert. Der Aktienkurs schoss in den zurückliegenden 12 Monaten von CAD 0.25 auf zeitweise mehr als CAD 3 nach oben, ehe die Marktkorrektur Anfang letzter Woche die Rallye zunächst ausgebremst hat. Natürlich sind im aktuellen Börsenwert von gut USD 110 Mio. schon viele Vorschusslorbeeren enthalten. Ohne belastbare Zahlen, einen konkreten Business Plan und ein marktreifes Produkt ist die Aktie von FIRST HYDROGEN alles andere als ein Witwen- und Waisenpapier. Auf der anderen Seite würde das Erreichen des für 2025 gesteckten Auslieferungsziels von 10.000 Einheiten bei einem geschätzten Verkaufspreis von USD 50.000 einen Jahresumsatz von USD 500 Mio. bedeuten, was im Erfolgsfall eine Vervielfachungschance für die Aktie bieten würde. Risikobewusste Spekulanten setzen auf einen Erfolg des Konzepts und holen sich eine Startposition ins Depot! (WKN A3C40W, Kurs aktuell EUR 1.85, Reuters FHYD)

 

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