BUENOS AIRES – Jetzt ist es passiert die Argentinier haben mit den am vergangenen Wochenende für einen neuen Präsidenten und damit einen Machtwechsel gestimmt!  Damit zeichnet sich wieder einmal ein Umbruch ab. Rückblende: 2015 hatte, nach 12 Jahren peronistischer Regierung des Ehepaars Kirchner, endlich wieder einmal ein Mann des Kapitals gewonnen. Mauricio Macri, ein bekennender Neoliberaler und Sohn des reichen Unternehmers Franco Macri. Damals feierten alle. Insbesondere die Unternehmer hofften auf dicke Auftragsbücher und weniger Bevormundung. Angela Merkel schickte ihren Wirtschaftsminister Sigmund Gabriel nach Buenos Aires, der im Hilton verkündete, nun sei Argentinien wieder im Kreis der seriösen Partner angekommen. Heute, zwei Wochen vor der Wahl, könnte der Katzenjammer nicht größer sein, hat es der einstige Hoffnungsträger doch geschafft, so ziemlich alle Erwartungen in den Sand zu setzen und das Land in nur vier Jahren an den Rand der Zahlungsunfähigkeit zu bringen. Wieder einmal. Wuchs die Wirtschaft Argentiniens im Jahr 2015 noch um 2,7 Prozent, wird sie in diesem Jahr voraussichtlich 2,5 Prozent schrumpfen. Die Staatsverschuldung hat sich von 55,5 Prozent des Bruttosozialprodukts auf 109.4 Prozent verdoppelt, die Inflation ist von 26,9 Prozent auf 62 Prozent explodiert, die Arbeitslosigkeit von 6,5 Prozent auf 11 Prozent gesprungen. Eine Erfolgsbilanz sieht anders aus. Kein Wunder, dass Macri die Quittung bekommen wird, was schon die Vorwahlen am 11. August angedeutet hatten. Nun hat also der Peronist Alberto Fernández als neuer Präsident und Christina Fernández de Kirchner als Vizepräsidentin gewonnen. “Wir fangen heute an, eine neue Seite aufzuschlagen, die alte zu vergessen und eine neue Geschichte zu schreiben”, so Fernández nach der Wahl. Er versprch den Argentinier nicht weniger als “ein neues Land”. Auch wenn es damit für Argentinien einen Linksruck gegeben hat: Für den Aktienmarkt muss es keine Katastrophe sein, hat sich der Merval-Index doch in den 12 Jahren unter peronistischer Herrschaft von 2002 bis 2015 glatt verfünfzehnfacht.

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“Crisis can create excellent buying opportunities”, schreibt denn auch die Scotiabank in einer Analyse zu der aktuellen Unsicherheit am argentinischen Aktienmarkt! Kaum ein Wert verdeutlicht die geradezu historischen Chancen, die sich derzeit bieten könnten, besser als YPF, der führende Öl- und Gaswert des Landes. YPF steht für 46 Prozent der Öl- und gut 30 Prozent der Gasproduktion Argentiniens. Im Raffineriegeschäft beträgt der Marktanteil 57 Prozent. Die UBS rechnet in den kommenden vier Jahren mit einem Gewinnanstieg von USD 195 Mio. auf USD 650 Mio. Nicht schlecht bei einem aktuellen Börsenwert von gerade einmal USD 3 Mrd., von dem eine Milliarde allein durch den Kassenbestand abgedeckt ist. Aktuell können Sie die Aktie von YPF für rund USD 10 kaufen – das ist die dritte Gelegenheit in den vergangenen dreißig Jahren. Bei den beiden bisherigen Gelegenheiten vervielfachte sich der Kurs im Anschluss innerhalb kurzer Zeit um das Vier- bis Siebenfache. Es spricht viel dafür, dass es heißt “Aller guten Dinge sind drei” und wir bei YPF wieder eine Situation haben, die nur einmal in einem Jahrzehnt kommt: Strategisch orientierte Investoren greifen zu! (EUR 8,10, WKN 886738, Reuters YPF)

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