Bei den Finanz- und Fintech-Werten war in diesem Jahr sprichwörtlich der Teufel los! Damit meinen wir natürlich nicht die großen Finanzhäuser, die weiterhin mit einem großen Kostenapparat, Regulierungsdruck und einem rekordniedrigen Zinsumfeld zu kämpfen haben. Vielmehr trifft die Aussage auf die Top-Picks der zweiten und dritten Reihe zu, die wir Ihnen in den vergangenen Monaten regelmäßig ans Herz gelegt haben: WALLSTREET ONLINE zählte lange Zeit gar zu unseren Musterdepotpositionen. Das Finanzportal hat es geschafft, mit dem Brokerage- und Fondsgeschäft die Tür zu neuen Wachstumsfeldern aufzustoßen und Synergieeffekte zu nutzen. Seit den März-Tiefs hat sich der Aktienkurs im Jahresverlauf kontinuierlich von EUR 3 auf EUR 15 verfünffacht. Mit der Umbenennung von FLATEX in FLATEXDEGIRO spiegelt sich der Wachstumskurs des Discount-Brokers auch im Unternehmensnamen wider. Und nicht nur dort: Seit unserem Hinweis im April zu Kursen unterhalb von EUR 30 konnte sich die Aktie nun schon wieder fast verdoppeln. In einem derart volatilen und turbulenten Börsenjahr verdienen natürlich auch die Tradingplattformen am erhöhten Handelsaufkommen prächtig: Für unsere Dauerempfehlung TRADEGATE ging es in den zurückliegenden 12 Monaten fast 200% auf ein neues Rekordhoch nach oben, zuletzt meldete der Börsenplatz für November ein hohes Handelsaufkommen. Oder schauen Sie auf HSE-Top-Empfehlung LANG & SCHWARZ, die im laufenden vierten Quartal ein neues Rekordergebnis erwarten und nicht umsonst auf einem neuen Allzeithoch bei fast EUR 70 notieren, nachdem der Titel Frühjahr zeitweise noch zu EUR 11 zu haben war. Ziehen Sie bei diesem Quartett nun unbedingt Ihre Stops nach und nehmen Sie einen Teil Ihrer Gewinne dort mit, wo die Position aufgrund der spektakulären Kursgewinne mittlerweile zu groß geworden ist. Mit dieser Liquidität lassen sich Nachzügler-Chancen nutzen:

Von PROCREDIT dürften nur die allerwenigsten Marktteilnehmer überhaupt schon einmal gehört haben! Die Bankengruppe hat ihren operativen Fokus auf  Südost- und Osteuropa gerichtet, ist darüber hinaus aber auch in Deutschland und Südamerika aktiv. Zu den Großaktionären der Gesellschaft gehören unter anderem die KfW sowie mit der IFC eine Tochter der Weltbank, auf der Kundenseite konzentriert man sich in erster Linie auf kleinere und mittlere Betriebe. Selbst im Pandemie-Jahr 2020 ist PROCREDIT mit seiner Strategie ausgezeichnet unterwegs: Der Vorsteuergewinn lag im dritten Quartal mit EUR 15.8 Mio. glatt doppelt so hoch wie die Konsensschätzungen von EUR 7.9 Mio., der Nettogewinn konnte mit EUR 11.7 Mio. die Erwartungen ebenfalls klar übertreffen. Dank des überzeugenden Quartalsberichts konnte der Aktienkurs endlich anspringen und den mehrjährigen Abwärtstrend brechen. Damit nicht genug:

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Die operativen Ziele für das Gesamtjahr 2020 hat PROCREDIT ebenfalls nach oben gesetzt! Unter dem Strich peilt das Finanzinstitut nun offiziell ein Wachstum zwischen 8% und 10% an. Das Bankhaus Lampe erwartet einen Gewinn je Aktie von EUR 0.59, der sich im kommenden Jahr auf EUR 0.83 und per 2022 auf EUR 1.13 erhöhen soll. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von EUR 6.75 fällt das KGV des Titels damit auf 6 zurück. Dazu kommt: Nachdem die EZB allen Banken empfohlen hat, die Dividende für 2019 auszusetzen, dürfte PROCREDIT seine Dividendenpolitik im kommenden Jahr wieder aufnehmen. Da man für 2018 noch EUR 0.30 je Aktie ausgeschüttet hat, scheint uns die Dividendenerwartung von EUR 0.22 je Aktie für 2020, EUR 0.27 für 2021 und EUR 0.37 für 2022 ziemlich konservativ. Doch schon die würde ausreichen, um die Dividendenrendite von 4% auf 7% steigen zu lassen. Wir trauen PROCREDIT einen Kursanstieg zwischen 50% und 100% bis Ende 2021 zu! (WKN 622340, Kurs aktuell EUR 6.75, Reuters PCZ)

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