Mit einem massiven Preissprung auf neue 13-Jahres-Hochs sorgt derzeit ALUMINIUM für Furore! Vergangenen Montag knackte der Preis pro Tonne Aluminium erstmals seit dem Jahr 2008 wieder die Marke von USD 3.000. An der Warenbörse in Shanghai notierte die Tonne zuletzt mit RMB 23.800 (USD 3.680) gar so hoch wie zuletzt vor mehr als 15 Jahren. Damit sind es an der London Metal Exchange bis zu den Allzeithochs noch etwa 13 Prozent, das Allzeithoch in Shanghai ist nur noch drei Prozentpunkte entfernt. Dass ALUMINIUM in China mit einem beträchtlichen Aufgeld gehandelt wird, hängt mit den dortigen Angebotssorgen zusammen. Aufgrund von wetterbedingten Stromausfällen in klassischen Produktionsregionen in den Provinzen Yunnan, Henan, Guangxi und Guizhou ist derzeit eine Aluminiumproduktion mit einer Gesamtkapazität von 1,6 Mio.Tonnen/Jahr kurzfristig ausgefallen. Verschärft wird das Problem dadurch, dass viele chinesische Aluminiumproduzenten in den vergangenen Monaten und Jahren aufgrund von verschärften Umweltauflagen ihre Produktion gänzlich eingestellt haben. Das Fass zum Überlaufen brachten aber Meldungen über einen Militärputsch in Guinea. Das westafrikanische Land ist einer der führenden Lieferanten des Rohstoffs Bauxit, aus dem Aluminium hergestellt wird. Rund 20 Prozent der weltweiten Produktion entstammen den Vorkommen in dem Krisenland, noch größer ist die Abhängigkeit Chinas, die im ersten Halbjahr 2021 ganze 56 Prozent ihres Bauxit-Verbrauchs durch entsprechende Importe aus Guinea gedeckt haben. „Alumina-price could rally a further 15-20% by the end of the year“, schreibt die Credit Suisse und zeigt sich für die Aktien von Aluminium-Produzenten bullish. Diese sind bereits „on-fire“. Wer einen echten Geheimtipp aus dem Sektor sucht:

„Convicition BUY at an extremely attractive valuation“, lautet das Anlageurteil des lokalen Investmenthauses CMB International Securities zu CHINA HONG-QIAO! Sie haben diesen Namen noch nie gehört? Nun, es handelt sich um keinen Geringeren als den größten Aluminiumproduzenten des Planeten, seit das Unternehmen bereits im Jahr 2015 den Hauptkonkurrenten, die russische RUSAL, überholt hat. Aktuell weist CHINA HONGQIAO eine Produktionskapazität von 6,45 Mio. Tonnen Aluminium auf, mit der im ersten Halbjahr ein Nettogewinn von RMB 8,1 Mrd. erwirtschaftet wurde, ein Plus von 188% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 31 Prozent auf RMB 52,5 Mrd. zu. CMB Securities hob nach den Zahlen die Gewinnschätzungen für die kommenden beiden Jahre zwischen 17 und 20 Prozent an und erwartet nun für den Zeitraum 2020 bis 2022 eine Gewinnverdoppelung von RMB 10 Mrd. auf gut RMB 20 Mrd. Das würde ein nächstjähriges KGV von gerade einmal 3,8 bedeuten. Und damit nicht genug: Die Dividendenrendite, die schon für das laufende Jahr knapp 12 Prozent betragen soll, soll im kommenden Jahr bei knapp 13 Prozent und im Folgejahr Richtung 14 Prozent steigen. Ebenfalls beeindruckend: Im übernächsten Jahr soll die Gesellschaft einen Netto-Kassenbestand ausweisen können, also völlig schuldenfrei sein – außergewöhnlich bei einem solch kapitalintensiven Business wie der Aluminiumproduktion. Für uns ist CHINA HONGQIAO eine glasklare Kaufempfehlung! (EUR 1,33, WKN A1H6UR, Reuters 1378.HK).

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