Auch die noch vor einigen Monaten hochgejubelten chinesischen Autobauer werden nach absolvierter Korrektur nun wieder interessant! Wie spannend gerade der chinesische Automarkt ist, sehen Sie bereits an den Quartalsberichten der deutschen Automobilhersteller, für die China inzwischen der wichtigste Wachstumsmarkt darstellt. Und während die großen Automobilmessen in Genf und New York coronabedingt auch in diesem Jahr ausfallen müssen und die von Frankfurt nach München verlegte IAA vermutlich das gleiche Schicksal treffen wird, findet in diesen Tagen die erste und vielleicht einzige große Automesse des Jahres in Shanghai statt. NIO präsentiert in diesem Rahmen mit dem ET7 seine erste Elektrolimousine, von der Anfang April das erste Exemplar vom Band gerollt ist. Seit rund drei Jahren ist NIO bereits auf dem Markt, bislang bestand das Portfolio aus den beiden SUVs ES8 und ES6 sowie aus dem Crossover EC6. Ende Mai 2018 startete NIO die Serienfertigung des ES8, von dem das Unternehmen binnen gut 1.000 Tagen bislang 100.000 Fahrzeuge vom Band laufen ließ. Allein im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte die Company mehr als 20.000 Fahrzeuge und steigerte ihren Absatz damit um mehr als 400% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit steigt die Spannung, wenn NIO am 29. April, also am kommenden Donnerstag, nach Börsenschluss in New York seine Zahlen zum ersten Quartal präsentieren wird. Im September steht darüber hinaus der Sprung nach Europa an, wenn NIO in Oslo seinen ersten Showroom auf dem Kontinent eröffnen wird. Ein besseres Land zum Europa-Start hätte sich der Konzern wohl nicht aussuchen können, haben elektrifizierte Fahrzeuge bei den Neuwagenverkäufen in Norwegen mittlerweile doch einen Anteil von mehr als 80%. Kaufen und liegen lassen: Die Deutsche Bank bestätigte am 13. April ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von USD 70, die Credit Suisse führt ein Kursziel von USD 71 – das sind knapp 100% Potenzial! (WKN A2N4PB, Kurs aktuell EUR 32.60, Reuters NIO)

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